Eine zusätzliche Darstellung, kein Gütesiegel
Ein dunkler Hintergrund kann in einer dunklen Umgebung angenehmer wirken. Daraus folgt nicht, dass jede Person mit Sehschwäche oder jede ältere Person damit besser lesen kann. Bedürfnisse unterscheiden sich. Deshalb sollte eine Website weder das Alter erraten noch Menschen auf eine Darstellung festlegen.
Auf KitePages lässt sich das Farbschema über die Auswahl im Header ändern. Die Einstellung „Auto“ richtet sich nach dem Gerät. Eine manuelle Entscheidung bleibt erhalten, bis sie wieder geändert wird. So gibt die Website einen passenden Ausgangspunkt vor und lässt die Kontrolle bei der Person, die sie benutzt.
Kontrast muss auch im dunklen Modus stimmen
Ein häufiger Fehler ist dunkelgrauer Text auf fast schwarzem Hintergrund. Das sieht im Entwurf ruhig aus, kann kleine Beschriftungen aber schwer erkennbar machen. Betroffen sind oft Hinweise unter Formularen, Preiseinheiten oder Links im Footer – also Informationen, die Besucher wirklich brauchen.
Für normalen Text nennt WCAG 2.2 auf Stufe AA grundsätzlich ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5 zu 1. Für großen Text gelten unter den dort beschriebenen Voraussetzungen 3 zu 1. Diese Werte müssen an den tatsächlich verwendeten Farbpaaren geprüft werden; ein dunkler Hintergrund allein erfüllt sie nicht.
Bilder, Formulare und Beispielprojekte gesondert behandeln
Fotos müssen nicht invertiert werden, nur weil die Oberfläche dunkler wird. Bei Logos kann eine ungeeignete Hintergrundmischung plötzlich Teile verschwinden lassen. Formularfelder brauchen weiterhin erkennbare Grenzen, und ein fokussierter Button sollte sich auch bei Tastaturbedienung deutlich abheben.
Bei meinen Projektvorschauen bleibt die Farbwelt des jeweiligen Designkonzepts erhalten. Der dunkle Rahmen gehört zu KitePages, die Vorschau zeigt dagegen einen eigenständigen Auftritt. Diese Trennung vermeidet, dass ein Beispielprojekt durch den globalen Schalter plötzlich völlig anders aussieht.
Vier Prüfungen, die über Darkmode hinausgehen
Vergrößere die Ansicht und prüfe, ob Texte und Buttons nutzbar bleiben. Gehe mit der Tab-Taste durch Menü und Formular. Prüfe, ob Fehlermeldungen verständlich sind und nicht nur durch Farbe vermittelt werden. Schalte schließlich zwischen hell und dunkel um und kontrolliere dieselben Bereiche noch einmal.
Auch Bewegung gehört zur Entscheidung: Ein Laufband sollte pausierbar sein, und eine reduzierte Bewegungseinstellung sollte respektiert werden. Solche konkreten Bedienhilfen bringen mehr als das pauschale Versprechen, eine Website sei allein wegen ihres Darkmodes barrierefrei.